Richtig Messen

Es wäre vermessen…

In jedem Projekt muss gemessen werden. Und das möglichst genau.
Deshalb ist beim Messen die Wahl des richtigen Werkzeugs ausschlaggebend. Aber auch mit dem richtigen Werkzeug kann falsch gemessen werden.

Messen lässt sich einfach alles. Mit der Uhr messen wir unsere Zeit. Mit einem Lineal die Länge einer Linien unserer Zeichnung. Der Gliedermaßstab hilft uns bei der Bestimmung von Länge, Breite, Höhe und Dicke bestimmter Gegenstände. Die Grundstücksvermessung geht mit einem Bandmaß sehr schnell.

Darüber hinaus gibt es Geräte zu weiteren Messungen. Um zum Beispiel Feuchte in der Bausubstanz aufzuspüren oder Strom, Spannung und Widerstand in der Elektronik auf Vorhandensein und Stärke zu bestimmen.

Es gibt in jeder Branche sehr viele Arten von Messgeräten für vielfältige Anwendungen.
Bei allen Messgeräten ist aber die Genauigkeit das wichtigste. Daneben ist natürlich der richtige Umgang entscheidend, um das korrekte Ergebnis abgreifen zu können.

Es werden heute Laser-Messgeräte verwendet, wo höchste Präzision verlangt wird. Durch die digitale Anzeige wird auch ein Ablesefehler oder ein Zahlendreher ausgeschlossen.
Solch ein Laser-Messgerät für Heimwerker habe ich schon mal unter die Lupe genommen.

Welches Messgerät ist das richtige?

Zum einen muss das Messwerkzeug für das zu messende Maß ausgelegt sein.
Man kann mit einem 30 cm langen Lineal das Haus vermessen. Es ergeben sich aber bei Teilstückvermessung immer Summierungsfehler und es wird daher nie genau.
Nur mit entsprechender Skalierung ist auch das richtige Maß abzulesen.

Auch hier, wie bei allen anderen Kategorien von Werkzeugen, ist die Auswahl groß. Daher möchte ich Ihnen hier die 4 gebräuchlichsten Messwerkzeuge vorstellen.

Die 4 gebräuchlichsten Messwerkzeuge

Der Gliedermaßstab

Der Gliedermaßstab, Meterstab, Meter oder Zollstock ist das geläufigste Messgerät und zählt zu den Längenmessgeräten. Die Bemaßung ist aufgedruckt. Diese kann gewisse Differenzen aufweisen.
Es wird sich dabei an die Richtlinie 2014/32/EU gehalten. In deren Unterabschnitt „Geräte zur Messung von Längen und ihrer Kombinationen“ ist die Genauigkeit definiert.
So ergeben sich Messgeräte mit verschiedenen Genauigkeitsklassen.

Bei der Genauigkeit des Messwerkzeugs selbst, sowie in der Anwendung können Probleme auftreten. Ich hatte schon zwei Gliedermaßstäbe, die zueinander eine Differenz von 4 Millimetern auf deren zwei Meter Länge aufwiesen.
Halte ich das Werkzeug nicht richtig an, komme ich auch zu einem falschen Messergebnis.

Messen Sie innerhalb eines Projektes immer mit dem gleichen Messgerät!

Das Maßband

Eines der beliebtesten Messinstrumente ist das Rollbandmaß.
Durch seine Flexibilität eignet sich das dünne Stahlband wunderbar zum Messen von Umfängen.
Ein Vorteil liegt auch in der Zeitersparnis. Das lästige auseinander und zusammenklappen des Gliedermaßstabes entfällt. Einmal auf den Knopf gedrückt, zieht es sich von alleine in sein Gehäuse zurück. Wer eine wetterbeständige Version benötigt, bekommt es auch aus glasfaserverstärktem Kunststoff.

Der Anfang ist hier einer der Schwachpunkte. Die Maßbänder haben einen kleinen Anschlagwinkel um sich an einer Kante anzuhängen. Dieser kleine Winkel kann einen Fehler hervorrufen. Die Differenz, wenn auch nur Millimeter, kann in der Summe mehrerer Teile die Passgenauigkeit verfälschen.
So auch bei Rollmaßbändern mit obenliegendem Sichtfenster. Verliert die innen liegende Feder ihre Spannkraft, stimmt das abgelesene Maß nicht mehr.

Kleine Stahlmaßbänder sind, gerade an engen Stellen, sehr gute Helfer in der Werkstatt.

Der Messschieber

Der Messschieber oder die Schieblehre sind nicht nur im Metallbereich vertreten. Das Werkzeug erlaubt neben kleinen Längen die Messung von Tiefen sowie Außen- und Innendurchmessern.
Hier ist schnell mal falsch abgelesen. Er wird verwendet um Messungen auszuführen, die unter den Millimeter genau gemessen werden müssen. Mit angezogener Schraube lässt er sich auch als Lehre verwenden.

Der Winkelmesser

Vor allem im Treppenbau kommen, neben dem rechten Winkel, verschiedene Gradzahlen zur Anwendung. So müssen auch manche Anbauteile im korrekten Winkel angebracht sein. Um dies zu realisieren, nutzt man einen verstellbaren Anschlag mit Winkel-Skala.

Hilfsmittel zum Messen

Der 90-Grad-Winkel, in seiner ursprünglichen Form, wird an dieser Stelle nicht aufgeführt. Mit ihm wird kontrolliert und angerissen, aber nicht gemessen. Oder?
Ich kann ihn wunderbar als Hilfsmittel zum Messen verwenden. Zum Beispiel als Referenzpunkt zu einer geraden Kante. Andere Winkel haben auch eine Skala mit Lochungen zum parallelen Anreißen. Diese lässt sich natürlich auch zum Messen verwenden.

Fazit zu Richtig Messen

Probleme entstehen bei Ungenauigkeiten des Messwerkzeugs, sowie bei falscher Handhabung. Meter ist Meter zählt hier nicht. Achten Sie auf die Genauigkeitsklasse dieser Werkzeuge. Messen Sie innerhalb eines Projektes immer mit dem gleichen Messgerät!
Geht das anfängliche Messen schon schief, stimmt nach hinten gar nichts mehr. Das Projekte ist damit zum Scheitern verurteilt. Im Anschluss steht dann das Messen des Blutdrucks an.
So gilt es auch hier nicht zu Sparen und auf Qualität zu setzen.
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Haben Sie schon mit Problemen bei Messungen zu tun gehabt? Schreiben Sie einen Kommentar.

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